Beim Rückwärtsfahren mit dem Stapler ist Vorausdenken doppelt wichtig. Um dabei brenzlige Situationen von vornherein zu vermeiden, hat Linde MH ein einfach nachzurüstendes Assistenzsystem entwickelt: den Linde Reverse Assist Radar. Äußerst erfolgreich im Einsatz ist die sensorbasierte Technologie zum Beispiel beim Reifenhersteller Michelin. Ein Vor-Ort-Besuch im englischen Stoke-on-Trent.
Wer das bis unters Dach gefüllte Reifenlager in den englischen Midlands betritt, könnte fast meinen, hier laufe ein Film rückwärts ab. Denn tatsächlich absolvieren die Gegengewichtsstapler, allesamt vom Typ Linde E20, am Michelin-Standort einen Großteil des Arbeitstages in Rückwärtsfahrt – und das nicht nur beim Be- und Entladen der Container. „Die Fahrzeuge transportieren per drehbarer Reifenklammer hauptsächlich Reifen jenseits der 22 Zoll für Lkw und Traktoren. Diese Ladung schränkt die Sicht nach vorn natürlich extrem ein – Reversieren ist hier deshalb nicht die Ausnahme, sondern die Regel“, erläutert Leon Jackson, der als Key Account Manager bei Linde Material Handling UK den Kunden Michelin betreut.

Hier lautet die Devise: Mehr Sicherheit geht immer
Dieses Aufgabenprofil ist eine echte Herausforderung für das Logistikteam am Standort: Schließlich surren pro Schicht bis zu 20 Fahrzeuge gleichzeitig durch die Halle, um den Next-Day-Delivery-Anspruch des Unternehmens zu erfüllen.
Zur Senkung des damit verbundenen Unfallrisikos setzt der Reifenhersteller unter anderem auf die Sicherheitslösungen Linde TruckSpot und Red Warning Lines, die sowohl bei den Gegengewichts- als auch den Schubmaststaplern verbaut sind. „Im Dialog, wie sich das Thema Safety noch weiter verbessern ließe, kam dann der Linde Reverse Assist Radar aufs Tapet“, berichtet Leon Jackson.
Ein Assistenzsystem, das Ausschau hält – und eingreift
Auf den ersten Blick ist es lediglich eine unscheinbare schwarze Box am Heck der Gegengewichtsstapler. Doch im eng getakteten Logistikalltag von Michelin sorgt dieses kleine Detail für ein großes Plus in Sachen Sicherheit.
Der Linde Reverse Assist Radar überwacht kontinuierlich den Heckbereich des Flurförderzeugs. Wird während der Fahrt oder beim Anfahren aus dem Stand ein Hindernis erkannt, greift das System aktiv in den Fahrbefehl ein. Abhängig von Tempo, Lenkeinschlag, Lastgewicht, Hubhöhe und Abstand zum detektierten Objekt bremst es den Stapler dann mit maximal 3 m/s2 bis zum Stillstand ab – und verhindert so drohende Kollisionen. Dabei erfasst die eingesetzte Sensorik nicht nur statische und bewegliche Objekte, sondern ist zudem äußerst unempfindlich gegen wechselnde Lichtverhältnisse und andere Einflüsse.

Wir betreuen unseren Kunden Michelin am Standort seit über 40 Jahren und kennen seine hohen Ansprüche in puncto Sicherheit daher sehr genau.
Leon Jackson,
Key Account Manager, Linde Material Handling UK



Weniger Stress, weniger Risiko, mehr Produktivität
„Das System funktioniert im Tagesgeschäft wirklich 1A; es erkennt auch viel mehr als vergleichbare Technologien, die sonst so am Markt sind“, zeigt sich Staplerfahrer Miles Cork überzeugt. Und sein Kollege Neil Ritchie ergänzt: „Man kann viel stressfreier und einfach besser mit dem Fahrzeug arbeiten, wenn man weiß, dass die Technik als Backup an Bord ist.“ Zeitgleich zur automatischen Geschwindigkeitsreduktion erhält das Michelin-Personal eine optische Warnung auf dem 7-Zoll-Display im Stapler – wobei Personen im Umfeld des Geräts zusätzlich per Warnton auf die Gefahrensituation aufmerksam gemacht werden.
Gute Zusammenarbeit – Fortsetzung folgt
Stand September 2025 verfügen bereits neun Stapler in Stoke-on-Trent über den Linde Reverse Assist Radar, weitere sollen zeitnah folgen. Standardmäßig ist der Detektionsbereich der Sensoren auf die Heckbreite der Fahrzeuge ausgelegt, lässt sich aber problemlos an individuelle Bedürfnisse anpassen – wie im Falle von Michelin: „So konnten wir sicherstellen, dass zum Beispiel beim Arbeiten in engen Gängen keine unnötigen Warnungen erzeugt werden und die Prozesse im Fluss bleiben“, sagt Linde MH Key Account Manager Leon Jackson. Natürlich, so der Experte weiter, sei das Thema Sicherheit bei dem Kunden damit nicht „zu Ende“. Man werde auch weiterhin im engen Austausch jede erdenkliche Optimierungsmöglichkeit ausloten. Schließlich ist und bleibt Vorausdenken in Sachen Sicherheit stets der beste Weg.


Auf einen Blick: Linde Reverse Assist Radar
Rund zwei Drittel aller Personenunfälle in der Intralogistik passieren laut BGHW im Zusammenhang mit rückwärtsfahrenden Staplern.
Hier sorgt der Linde Reverse Assist Radar für Abhilfe:
→ Personen- und Objekterkennung im Rückraum des Staplers
→ Äußerst zuverlässige Sensorik, unabhängig von Licht- und Wetterverhältnissen
→ Akustische Warnung, zusätzliche optische Warnung möglich
→ Aktiver Bremseingriff bis zum Stillstand
→ Unkompliziert nachrüstbar
→ Kompatibel mit weiteren Linde-Sicherheitssystemen
Veröffentlicht am 12.02.2026


